Tarifvertrag gruppe rwe

Uwe Tigges, CEO von innogy, sagte: “Die Vereinbarungen mit E.ON und RWE legen den Grundstein für faire Integrationsprozesse auf Augenhöhe und damit für eine konstruktive Zusammenarbeit in der Zukunft. In Anbetracht der Tatsache, dass innogy übernommen wird, haben wir den bestmöglichen Deal für unsere Mitarbeiter ausgehandelt. Die Vereinbarung liegt auch im Interesse unserer Kunden, Aktionäre und anderer Stakeholder.” MNCs treten in der Regel nationalen Arbeitgeberorganisationen bei und engagieren sich mit ihnen. Form und Grad eines solchen Engagements sind jedoch unterschiedlich. In einigen Ländern – wie Estland, Frankreich, Rumänien und Slowenien – scheint kein signifikanter Unterschied zwischen den MNCs und anderen Unternehmen in Bezug auf die Mitgliedschaftsquote oder die Form des Engagements gegenüber Arbeitgeberorganisationen erkennbar zu sein. In anderen Ländern sind MNCs Schlüsselakteure – ob es sich nun um private und ausländische MNCs handelt, wie in den nordischen Ländern, in ausländischem Besitz, wie in Bulgarien, Irland, Malta, der Slowakei sowie im zyprischen Bankensektor oder sowohl in der in- als auch in der ausländischen Hand befindliche NCs, wie dies in Spanien der Fall ist. Eine Ausnahme bildet Österreich, wo MNCs aufgrund der spezifischen Organisation der WKÖ offenbar weniger Einfluss haben als lokale Unternehmen: Die Stimmen werden nicht nach Unternehmensgröße gewichtet, und daher sind KMU einflussreicher als die größeren, aber weniger MNCs. Die nordischen Länder zeichnen sich durch die führende Rolle der heimatnahen und exportorientierten MNCs bei der Ausrichtung von Tarifverhandlungen auf internationale Wettbewerbserwägungen aus. Bei den NMS und in Irland nehmen die im Ausland ansässigen MNCs angesichts ihrer Beschäftigungsbedeutung (siehe Kapitel 1) sowie ihrer unterschiedlichen Merkmale eine stärker ausgeprägte Rolle ein, insbesondere dort, wo in den USA ansässige MNCs vorherrschen. Was die Verhandlungsagenda betrifft, so standen die multinationalen Unternehmen sowohl bei den Tarifverhandlungen mit mehreren Arbeitgebern als auch bei den Tarifverhandlungen an vorderster Front der – in der Regel unternehmenden – Vereinbarungen, in denen in vielen Ländern variable Zahlungssysteme und flexiblere Arbeitszeitregelungen eingeführt wurden. Ebenfalls prominent auf der Verhandlungsagenda der Unternehmen stand das Restrukturierungsthema, das zu einigen innovativen Entwicklungen führte.

Als Arbeitgeber mit einer ausgeprägten Struktur, einem ausgeprägten Verhalten und einer ausgeprägten Wirkung haben multinationale Unternehmen (MNCs) ein wachsendes Interesse an Denkbeziehungen geweckt. Weltweit spiegelt sich dies in Debatten über soziale Verantwortung der Unternehmen und globale Arbeitsnormen sowie in politischen Reaktionen wider – wie dem Global Compact der Vereinten Nationen (UN) und der Überarbeitung der Leitlinien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für multinationale Unternehmen. In Europa reagieren die EU-Foren für Umstrukturierung und Mobilität auch auf die Auswirkungen der MNCs. Die Bedeutung der MNCs als Arbeitgeber in den verschiedenen Volkswirtschaften Europas, ihrer internationalen Organisation und ihrer Managementstrukturen sowie ihrer Fähigkeit, Produktion, Arbeitsplätze und Arbeitnehmer grenzüberschreitend zu verlagern, haben wichtige Auswirkungen auf die Strukturen, die Agenda und die Ergebnisse von Tarifverhandlungen. Diese Implikationen konzentrieren sich wie folgt auf drei Themen. Im Allgemeinen hat die Umstrukturierung zunehmend an Bedeutung auf der Tagesordnung der Tarifverhandlungen. In mehreren Ländern wurden innovative Abkommen identifiziert, die von den MNCs geschlossen wurden, wie aus Tabelle 8 hervorgeht. Dieser Bericht enthält eine Zusammenfassung und Bewertung dieser dreifachen Auswirkungen der MNCs auf die Tarifverhandlungen.

Als Schlüsselgruppe der Arbeitgeber sind die Praktiken der MNCs, die strategischen Entscheidungen, die sie treffen, und die Veränderungen, auf die sie drängen, im Gegensatz zu den Reaktionen der Gewerkschaften von entscheidender Bedeutung für das Verständnis der Entwicklung der vielfältigen Europäischen Tarifverhandlungssysteme.